Schneller und schneller glitt das Schiff der Sturmvögel dahin. Wind und Ruderer trieben uns so schnell vorwärts, dass die Raubvogel ihrem Namen alle Ehre machte. Es wäre eine Fahrt gewesen die uns alle Lachen und Jauchzen gemacht hätte, wäre ihr Anlass nicht aus unseren schlimmsten Albträumen geboren.
Stöhnend und ächzend zogen wir die Riemen mit all unserer Kraft durch das schäumende Wasser. Unsere Arme begannen bereits zu ziehen und in kaum einer Stunde würden sie brennen wie Feuer. Wir würden kaum in der Lage sein unsere Arme zu heben, ganz zu schweigen von Äxten, Schwertern und Schilden. Doch wir waren einfach zu stur um uns zu zügeln. Wie Walfänger würden bluten und wir mussten sie erreichen bevor die bereits gefährlich tief hängende Sonne den Horizont berührte.
Nach zwei Stunden, die Sonne stand bereits tief genug um unter dem unteren Rand des Segels hervor zu lugen, kam endlich der erlösende Ruf.
“Segel voraus!” Ich weiss nicht woher wir sie nahmen, aber neue Kraft erfüllte unsere Arme. Das Schiff vor uns war eine dreimastige Barke wie man sie im Süden häufig findet. Und sie lag tief im Wasser ob ihrer schweren Ladung. Sie würde uns nicht entwischen.
Es dauerte noch eine halbe Stunde bis sie uns bemerkten. Am Anfang versuchten die Walfänger noch mit ihrer Ladung, einem jungen Pottwal, zu entkommen. Doch als wir in weniger als einer Stunde die Entfernung zwischen uns auf nur sechzig Bootslängen verkürzten begannen sie panisch zu werden. Offenbar hatten sie vor ihre Beute, die sie mit einem schweren Flaschenzug über Deckshöhe gezogen hatten, so dass nur der Kopf des armen Tiers noch im Wasser hing, wieder los zu werden. Doch in ihrer Hast trennten sie jene Taue zuerst durch, die den Schwanz des Wals hielten und der gewaltige Körper krachte auf ihr Deck, wobei er eine Ruderbank vollständig zerstörte. Jetzt gab es keine Chance mehr für sie zu entkommen.
Auf der Raubvogel wurden unterdessen die Riemen eingeholt. Mit einem grimmigen Lächeln bewaffnet verstauten wir die langen Ruder und begannen uns für den Kampf zu rüsten. Der Wind trieb uns weiter hart voran. Wir waren nurnoch zwanzig Bootslängen von unserem Feind entfernt.
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